165
ten ermuntern,„noch dieſer Stoß und mein Dienſt iſt für zwei Tage zu Ende.”“
Er begann nun in derſelben Weiſe, wie vorhin dieſe Rapporte der in den Departements thätigen Com⸗ miſſäre und Agenten der Pariſer Polizei zu revidiren und in das Buch einzutragen.
Die Arbeit geſchah ohne bemerkenswerthe Gloſſen des Beamten. Plötzlich jedoch ſtutzte er, nahm einen Be⸗ richt nahe unter die Augen und ſchien eifrig damit be⸗ ſchäftigt zu ſein, einen Ramen darauf genau zu leſen.
„Chenier;“ brummte er endlich.„Chenier! Ganz richtig, gar nicht anders zu leſen. Sapriſti! der war ſchnell abgefaßt! Hm! Hm! das muß ſofort corrigirt werden— die Bürger aber ſind verteufelt genau, und es würde mir einen tüchtigen Putzer verſchaffen, wenn Einer fände, daß im Rapport ſteht, der Chénier ſei entwiſcht und weiter unten, er ſei im Departement gefangen worden. Der Teufel! Sie brennen ſo auf jede Seele! Ich habe heut' ſchon eine Menge von Entwiſchten— das kriegt man zu hören. Einer weniger— gut für mich. Nicht wahr, Bürger?“
„Ganz der Meinung des Bürger Commiſſärs,“ er⸗ widerte gewohnter Weiſe der Sekretär.
Der Beamte änderte, indem er die Worte, die er ſchrieb, vor ſich hinſprach, die Stelle in dem Rapport, die ſich auf Chénier bezog:.


