Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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ſo verließ ich ihn, um ein Etui zu kaufen, welches die kleine Zeichnung beſchütze.

Der Herzog hatte einige Blätter Papier aus ſeiner Bruſttaſche gezogen und ſie ſeiner Gemahlin übergeben. Sie warf einen Blick darauf und legte ſie dann ſchweigend in die Schatulle zu den übrigen Gedichten.

Sie wollen ſie jetzt nicht leſen, Madame? fragte Herr von St. Aignan.

Sie ſehen, Horace, daß es dunkel iſt.

Ach, parbleu, muß man nicht glauben, wir hielten ein Schäferſtündchen?

Er wollte ſchellen, als der Diener bereits eintrat, zwei ſilberne Armleuchter mit brennenden Kerzen auf den Tiſch ſtellte und Herrn Jean Antoine Roucher meldete. Ein Zeichen der Herzogin beſagte, daß ſie um ſeinen Ein⸗ tritt bitte.

Unmittelbar darauf begrüßte Herr Roucher die Her⸗ zogin und den Herzog von St. Aignan.

Er war ein Mann von nahe an fünfzig Jahren, in ſeiner ganzen Erſcheinung eine Achtung gebietende Perſön⸗ lichkeit, mit einem Zug von Milde und einer Stirn von Strenge und Sorge gefurcht. Roucher war einer der glück⸗ lichſten Dichter im Genre der philoſophiſchen Moral ge⸗ weſen, ein vortrefflicher Naturmaler, ein ſinniger Beob⸗ achter. Seit der Revolution hatte er ſich ausſchließlich mit der Journaliſtik befaßt, anfangs im Sinne der Fort⸗

1864. 15. Apoll von Byzanz. II. 2