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geführt worden; in der Abtei verendeten 122, in der Sal⸗ petriére 47. Von Paris aus war dann dieſe Metzelei nach den Provinzen gegangen— hier wie in Paris zeigte es ſich, daß der rohe Pobel mit ſeinen wildeſten Leidenſchaften die eigentliche Herrſchaft führte und mit ſeiner Souverai⸗ netät bereits die Behörden tyranniſirte. Der Schrecken regierte: von jetzt an hielt ſich Niemand mehr ſeines Le⸗ bens ſicher und in dem muthigſten Charakter lebte die Furcht.
Schrecken und Furcht herrſchten auch im Hauſe Dok⸗ tor Maury's. Nicht daß dieſer ruhige, klar denkende Mann in Hinblick auf die Ereigniſſe in Paris in dieſem Gemüths⸗ zuſtande lebte: er dachte ſeit Tagen ſchon nicht mehr an ſie und lebte in einer eigenen Welt, die in keiner Berüh⸗ rung mit der äußeren ſtand. Der Schrecken, der ihn bleich gemacht, die Furcht, die ihn unaufhörlich quälte, hat⸗ ten in dem jammervollen Zuſtande Valeriens ihren Grund.
Denn von jenem ſchrecklichen Abend, wo ſie durch den Muth André Cheniers und Jeans einem faſt ſicheren Tode entzogen worden war, lag ſie beſinnungslos und vom wahnſinnigſten Fieber erfaßt im Bett. Ihre zarte nervöſe Natur, durch all' die plötzlichen und ſchweren Schläge ſeit Monaten ſchon tief erſchüttert, war in Folge der Umſtände, unter denen ſie dem Kerker entzogen wor⸗ den, bis in die feinſten Gewebe zerſtört. Schreck und
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