Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Eben wollte man ſich wieder nach dem Ausgange in Bewegung ſetzen, als einige der Mordgeſellen mit Fackel⸗ trägern in den Seitencorridor ſtürmten, um ihren beſonde⸗ ren Genuß bei den Gefangenen in den Zellen zu ſuchen. Mit nackten, blutigen Armen ſchwangen ſie die Aexte und Beile in der Luft; die erſten Thüren krachten unter ihren Schlägen. Aus dem Hauptgange herüber tönten Hilfe⸗ geſchrei und Klagerufe; man ſah verzweifelnde Weiber ſchreiend vorüberfliehen, andere an ihren Kleidern ergrif⸗ fen fortgeſchleift und unter den mitleidsloſen Schlägen der Mörder ihr Leben verenden. Dazwiſchen die entſetz⸗ liche Lache der Mörder, ihr wildes Fluchen und rohes Ge⸗ ſpött, wenn ſie eins der unglücklichen Opfer mit ihren Hän⸗ den ſchändeten, ihr Wuthgebrüll, wenn ein heroiſches Weib, ein entſchloſſener Mann vor dem Martertode ſein Daſein durch einen glücklichen Dolchſtoß abkürzte. Zuweilen er⸗ hob ſich dieſer verzweifelte Heroismus bis zur Gegenwehr; einzelne der Mörder waren ſchwer verwundet, ein paar la⸗ gen todt auf gemordeten Frauen, deren Hände feſt um den Hals der Wüthriche geklemmt und dort im Todeskrampf erſtarrt waren.

Es war ein grauenvoller Anblick und Entſetzen und Schreck bannten mehrere Minuten lang die verkappten Gärtner vor der Zelle Valeriens. Vor ihren Augen würgte man bereits einzelne Opfer, die aus den erbrochenen Zel⸗ len geſchleift waren, ab; das Blut floß über die Steine