Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Geſchrei herüber das planloſe, viehiſche Morden mußte begonnen haben.

Mit wenigen, aber gewichtigen Streichen war die Thür der Zelle erbrochen. In dem Dunkel des kleinen Gemaches bemerkte man nicht eine Frauengeſtalt, die am Ende ihres Bettes kniete und Gebete murmelte.

Valerie! rief André und ſtürmte hinein.Valerie! Geliebte! Ich rette Dich!

Er bemerkte die Geſtalt; er ſtürzte auf ſie los, zog ſie empor ſie war es, die Geliebte, die bei dem Ton ſeiner Stimme ihr Leben zurückſtrömen gefühlt. Mit dem Ausdruck übermenſchlichen Glückes, einem furchtbaren Schrecken plötzlich entſtiegen, warf ſie ſich an ſeine Bruſt. O André! André! rief ſie, ihre Arme feſt und wild um ſeinen Nacken ſchlingend, als wollte ſie den Retter ihres Lebens nie wieder von ſich laſſen.

Nur fort, fort! mahnte André in fliegender Haſt und zog Valerie aus der Zelle.Hier iſt Jean mit ſeinen Leuten nur Muth, Theure, und Du biſt gerettet.

O ich habe Muth, André! antwortete ſie und trat hinaus auf den Corridor unter die ſehwarzen Geſellen.

Jean warf ihr mit einigen erklärenden Worten eine Blouſe über und ſtülpte eine Mütze, die tief ihr Geſicht beſchattete, auf ihr Haupt. Inmitten der Männer und auf einen oberflächlichen Blick war es unmöglich, ihr Ge⸗ ſchlecht zu erkennen.

1861. 14. Apoll von Byzanz. I. 10