Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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ren an den Füßen, eine Reitgerte in der Hand, eine Art Uniform, welche aufgeknöpft ein feines weißes Gilet zeigte. Auch ſonſt war ſein Weſen ſtraff und militäriſch, und daß er leichten Sinnes dabei war, ſchien die Art und Weiſe zu bezeugen, mit welcher er ſich nach einem augenſcheinlich heftigen Zwiegeſpräch während der eingetretenen Pauſe zu unterhalten ſuchte. Er pfiff nämlich ziemlich luſtige Revolutionslieder vor ſich hin, trommelte auch bisweilen mit den Fingern an den Fenſterſcheiben, wobei dann die Reitgerte im Takt gegen die ledernen Stulpen geſchlagen wurde. Auf den erſten Blick konnte man demnach ſehen, daß dieſe beiden Perſonen ſehr verſchiedenen Charakters waren.

Lange Zeit fiel kein Wort von Beiden, ein Jeder füllte in ſeiner Weiſe das Stillſchweigen aus. Endlich ſtand der Eine, wie überdrüſſig der Nonchalance des An⸗ dern, auf, ſteckte die Hände in die Taſchen und ſchritt mit großen Schritten durch das längliche Gemach. Nachdem er es fünf⸗, ſechsmal gemeſſen, hielt er plötzlich an und ſagte nach dem Fenſter gewandt:. Du wirſt die Wahrheit einſehen, wenn es zu ſpät iſt, Joſeph.

Der Angeredete drehte ſich ſchnell auf dem Abſatz ſeines Stiefels herum.

Was werde ich einſehen? Ich fürchte, Du wirſt mir darin zuvorkommen. Oder glaubſt Du wirklich, 1*