Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ihn hinein ſehen die hohen mächtigen Fenſter eines Salons, der ſich im erſten Geſchoß eines Hauſes befindet, welches, vereinzelt, einer noch wenig bebauten Straße der Vor⸗ ſtadt Montmartre angehört. Der Salon ſelbſt, eirund, iſt ziemlich elegant, wenn auch nicht reich meublirt.

Auf einem Fauteuil ſitzt ein junger Mann von etwa dreißig Jahren, den Arm auf den vor ihm ſtehenden, mit Büchern und Schreibſachen bedeckten Tiſch geſtützt, ſeinen Kopf in die Hand. Es iſt ein kräftiger und ſchön zu nen⸗ nender Mann in einem grauen Rock, den Hals leicht von einem ſchwarzen Seidentuch umſchlungen, faſt in Nichts nach der Mode des Salons, vielmehr nach der durch die Revolution aufgekommenen einfachen, mehr militäriſchen gekleidet. Schwarzes, kurzes Haar und tiefe, dunkle, jetzt doppelt feurige Augen, eine feingebogene Naſe, gaben ihm ein hervorſtechend ſüdliches, faſt orientaliſches Aus⸗ ſehen.

Der junge Mann war ſichtlich in heftiger Aufregung. Bald wühlten die feinen Finger ſeiner Hand, die ſein Haupt ſtützte, iu den Haaren, bald knickte die andere heftig eine Feder auf der Armlehne des Fauteuils entzwei. Hin und wieder ſchweifte ſein zorniger Blick nach dem letzten Fenſter, an dem ein anderer junger Mann ſtand und in den noch kahlen Park hinausſchaute. Er war größer, ſchlanker, auch jünger wie jener, anſcheinend Offtzier, mindeſtens trug er ſich ſo, hatte Stulpſtiefeln mit Spo⸗