Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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257 beifuͤhrte. Er ſelbſt ſchien aber auch uͤber die bekannten Geſichter entſetzt zu ſeyn; frug aber doch, nachdem er von ſeinem erſten Schrecken ſich erholt, mit einer erheuchelten Gleichguͤl⸗ tigkeit, die allgemeines Erſtaunen erregte, ob ſie durch den Zufall der ihn hergefuͤhrt, auch bengekonndr waͤren? dabei wandte er ſich an

Lauretten, ſich freuend ſie hier zu ſehen

um mit ihr nun zugleich das Thal Pellaſſon zu koͤnnen.

Betruͤger! Verdammter! griff Corallo ihn vor der Bruſt und ſtieß ihn weit von Lauretten weg, er konnte ſich jetzt in ſeinen

Wuth nicht mehr maͤßigen. Wiſſe, buͤbiſcher

Mark, den der Satan mir zum Obeim gab. deine Bosheiten ſind entdeckt.

Jetzt brachte man den andern Gefangenen 4 uuf einer Tragbahre, und auf den erſten Blick erkannte Corallo wie auch Barnelli den

verrufenen Anton aus dem Dorfe vor Mo⸗ liſe. Dieſer bat die Umſtehenden, ohne Stoͤ⸗

rung ſeine Geſtäͤndniſſe zu vernehmen, weil er fuͤhle, daß ſeine letzte Stunde geſchlagen haͤt⸗ te und ſogar befuͤrchte, daß der Tod ſie kaum

beendigen ließe. Doch wuͤnſche er zuvor die

Verzeihung des Alten vom Thale, des erkann⸗ ten Carl von Roſenſtern, weil er ſonſt verzweifeln muͤſſe. Geruͤhrt ließ dieſer ſich

Corallo II.