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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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Jener näher, und der Capitain ging ihm entgegen. Etwa zehn Schritte blieben Beide von einander ſtehen und began⸗ nen ein Geſpräch. Da ſie gegen hundert Schritte von uns entfernt waren, konnten wir ihre Worte nicht verſtehen. Ich ſchreibe daher Dasjenige nieder, was uns der Capitain am Tage darauf mittheilte.

Der Mann, der ihm mit der Friedensfahne gegenüber ſtand, war ein Engländer, der zwei Jahre früher bei einem Schiffbruch allein das Land erreicht und das Vertrauen des Häuptlings, der ihn jetzt ſandte, gewonnen hatte. Durch jene beiden Wilden, die, vom Sturm verſchlagen, unſere Inſel betreten hatten, war dem Stamme, der eine etwa fünf⸗ zehn Seemeilen entfernte Inſel bewohnte, die erſte Mitthei⸗ lung von uns geworden. Man war in feindſeliger Abſicht gekommen, obgleich der Engländer nicht unterlaſſen hatte, den Häuptling vor einem Angriffskriege auf Europäer zu warnen. Bei der Landung aber erkannte man alsbald die Schwierigkeit eines Kampfes gegen uns. Der Engländer wies auf unſere Bewaffnung, wie auch auf unſere kleine Feſtung hin und verſicherte dem Häuptling, wir ſeien auch ſelbſt mit zehnfach größerer Macht nicht zu überwinden. Unſere feſte Haltung that auch das Ihrige, kurz, es kam ſo weit, daß unſere Gegner anfingen, ſtatt des Muthes, Beſorgniß zu em⸗ pfinden, und der Häuptling den Engländer bat, uns zu einem Freundſchaftsbündniß aufzufordern. Der Engländer konnte dem Capitain nicht genug verſichern, wie glücklich er ſich fühle, wieder in der Nähe geſitteter Menſchen zu ſein, auch bat er ihn um die Erlaubniß, Mitglied unſeres kleinen Staates werden zu dürfen. Der Capitain vermochte es nicht,

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