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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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ſie Furcht bei ihrem Gegner ſehen, in dem Grade wächſt ihnen der Muth, und umgekehrt.

Jetzt konnte ich die ſchmalen, dunkelfarbigen, mit kleinen dreieckigen Segeln verſehenen Kähne genauer betrachten. An dem Vordertheil jedes derſelben befand ſich als Zierath ein ſcheußlicher Kopf mit weit herausgeſtreckter Zunge.

Die kleine Flotte der Wilden bildete einen Bogen, der ſich, näher kommend, verengte. Bald war das Ufer erreicht, und man machte Anſtalt zur Landung. Die Wilden waren, wie jene Beiden, denen ich meinen Adolph abgejagt hatte, von dunkelgelber Farbe, ſchwarzen, ſtraffen Haares und hohen Wuchſes. Ihre ganze Bekleidung beſtand in einer Art von Röcken, die vom Gürtel bis auf das Knie reichten. Aus den mittelſten größeren Kähnen ſtiegen hundert mit Lan⸗ zen bewaffnete Wilde aus. Die auf den Kähnen bleibenden Mannſchaften legten die Ruder nieder, erhoben ſich und nah⸗ men Bogen und Pfeile zur Hand. Unter Denen, die das Land betreten hatten, bemerkte ich jetzt plötzlich einen Mann, der nach europäiſcher Art gekleidet war, obgleich ſein zum Theil unvollſtändiger Anzug durchaus nicht von einem Mode⸗Schneider herzurühren ſchien. Ein genauer Hinblick belehrte mich gar bald, daß er nicht nur ſeiner Kleidung, ſondern auch ſeiner Farbe nach ein Europäer war. Er ſprach lebhaft mit Einem, der eine Art von Federhelm auf ſeinem Haupte trug. Endlich ward ihm eine kleine weiße Fahne gereicht. Er trat nun etwa zehn Schritte vor, dann legte er ſeine Waffen, Lanze, Schwert und Bogen nebſt Köcher, zur Erde. Sogleich trat auch unſer Capitain vor und legte ebenfalls ſeine Waffen von ſich. Nun kam uns

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