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ſahen. Jedoch ſollte nur im äußerſten Nothfalle von dem Gewehre Gebrauch gemacht werden. 1
Nach dem zweiſtündigen Marſche, bei dem es meiſt berg⸗ auf und bergab gegangen war, bekam den meiſten von uns die Ruhe gar wohl. Einer der Knaben allein, Adolph mit Namen, ſchien nicht ermüdet zu ſein. Er rannte hinab zum Strande, ſuchte ſich glatte Kieſel und verſuchte ſie bis nach dem andern Ufer der Bucht zu werfen, was ihm aber nicht ge⸗ lang. Indeß lenkte ein Mädchen, Adolph's Schweſter, unſre Aufmerkſamkeit auf die Blüthe eines Schlinggewächſes. Die⸗ ſelbe glich einem ſtrahlenden Stern, hatte 1 ½ bis 2 Zoll im Durchmeſſer und war in der Mitte glänzend goldgelb und außerhalb mit feinen blaßrothen Blättern beſetzt. In⸗ dem wir die Blüthe betrachteten, machte ich den Kindern einige Mittheilungen. Darüber verging eine Zeit. Plötz⸗ lich vernahmen wir Adolph's Ruf von dem jenſeitigen Ufer der Bucht. Mir war es unlieb, daß er ſich ſo weit von mir entfernt hatte, um ſo mehr, als ich es ihm ſchon mehrmals eingeſchärft hatte, auf den Spaziergängen in meiner Nähe zu bleiben. Adolph war ſonſt ein fleißiger, liebenswürdiger Knabe, nur ſein Ungehorſam erregte mir und den Eltern oftmals Beſorgniß. Eben wollte ich ihm zurufen, da er⸗ ſtarrte mir das Wort auf der Zunge. Ich ſahe nahe bei Adolph zwei Wilde aus dem Gebüſch hervorſpringen, ihn ergreifen und mit ihm verſchwinden. Das geſchah im Nu. Ein durchdringendes Geſchrei erfolgte. Todtenbleich waren meine armen Kinder, die mir zur Rechten und Linken ſaßen. Ich mag auch nicht anders ausgeſehen haben. Das Ent⸗ ſetzen, das uns erfaßt hatte, war ſo groß, daß wir alle mehrere


