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Der Schiffscapitain : eine Erzählung für Jung und Alt / von Ferdinand Schmidt
Entstehung
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90 gehen. Ueberall ſiehſt Du Reinlichkeit und Ordnung. Die Scheuern zur Rechten bergen den Segen der Ernte, an jenen Staffeln hängen unſere großen Netze. Dort am Ende un⸗ ſerer Colonie ſiehſt Du ein kleines Gebäude mit ſtark be⸗ räuchertem Schornſtein. Du erräthſt es, daß es die Schmiede iſt. Glücklicherweiſe hatten wir eine große Zahl von Eiſen⸗ ſtangen mitgebracht. Der Vorrath an Eiſen iſt aber ſchon ſehr geſchmolzen, ſo daß höchſt ſparſam damit umgegangen werden muß. Wir verfolgen nun dieſen Weg und gelangen in zehn Minuten zu einem thonreichen Abhange. Schon ſind wir da. Du ſiehſt auf jeder Seite einen Schuppen und einen Brennofen, hier werden Mauerſteine, dort wird Geſchirr ge⸗ brannt. Nun verfolgen wir dieſen geſchlängelten Pfad tiefer in den Wald hinein. In jenem niederen Thale ſiehſt Du ſchon von fern eine Umzäunung. Horch, eine Flöte tönt Dir entgegen— Du meinſt in der Heimath zu ſein. Da ſitzt ein Hirtenknabe unter einem Baum und ihm zur Seite der wachſame Hund. Dort weiden Kühe, Ziegen, Schafe, auf jener Seite ſiehſt Du ein Heer von Hühnern. Auch dies iſt von der Geſellſchaft gebaut worden. Nun gehen wir zu den Aeckern. Dieſelben ſind nicht groß, denn es ſtehen uns nur Spaten und Harken zu ihrer Umarbeitung zu Gebote. Beſäßen wir Pferde, ſo könnte vermittelſt des Pfluges eine größere Fläche bearbeitet werden. Der Ertrag dieſer Felder verſorgt uns indeß hinreichend. Horch, welch ein Ton ſchallt auf dieſer Seite in Dein Ohr! Klip! klap! Ja, Vetter, es iſt, wie Du vermutheſt, eine Windmühle da. Jene Stein⸗ brüche haben uns die Mühlſteine geben müſſen. Die Mühle iſt viel kleiner, als Du ſie in der Heimath zu ſehen gewohnt