Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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228 Spur des Räubers aufzufinden. Nicht wahr, Eure Liebden?

Gewiß, entgegnete Max Emanuel mühſam ge⸗ faßt,aber es iſt ſchwer, ja geradezu unmöglich, ihn zu entdecken, zumal wenn das Mädchen nicht nähere Anhaltspunkte zu geben vermag. Kannſt Du den Mann vielleicht beſchreiben? fügte er mit beklommener Frage hinzu.Würdeſt Du ihn wohl wiedererkennen?

Die Türkin ſah ihn mit vollaufgeſchlagenen Augen bedeutſam an.Es war dunkel, Herrin, ſagte ſie dann;ich vermag den Mann nicht zu beſchreiben; ich kenne ihn nicht.

Nicht? rief Max Emanuel erleichtert.Dann ſteht es allerdings ſchlimm, dann wird ſich in der Sache weiter nichts thun laſſen, fürchte ich.

Das fürchte ich beinahe auch, begann die Kur⸗ fürſtin wieder. Doch iſt Weiteres auch nicht nöthig. Was meinen Eure Liebden? Ueberlaſſen wir den Uebelthäter ſich ſelbſt! Sein böſes Gewiſſen und die Furcht vor der Entdeckung ſoll ſeine Strafe ſein! Genug, die That iſt geſühnt und das Kleinod wieder im Beſitze ſeiner Eigenthümerin! Der Intendant trat hinzu und meldete unterthänigſt, daß Alles zum Beginne der zweiten Abtheilung des Schauſpiels bereit ſei.So gehe denn, mein Kind, ſagte die Kur⸗