Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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licher zu werden. Wir wollen es auch mit aller Feier⸗ lichkeit begehen, und nach der Taufe der Türkin ſollen die drei Paare zugleich an den Altar treten.

Drei? erwiderte die Kurfürſtin.Nach dem, was meine liebe Gräfin Eiſenreich mir vertraut, wird wohl noch ein viertes Paar hinzukommen. Sie hat verſprochen, ſich heute Abend zwiſchen den beiden Ca⸗ valieren zu entſcheiden, die ſich um ihre Hand bewerben. Erhöhen Sie die Heiterkeit des Abends, Gräfin, indem ich Sie als Braut begrüßen darf, und verkünden Sie Ihre Wahl!

In der That, rief Max Emanuel,an Ab⸗ wechslung fehlt es uns heute nicht! Sie alſo ſind die glücklichen Bewerber, meine Herren? fragte er, als der Chevalier Saint⸗Maurice und der Freiherr von Haunsberg aus den Reihen der Hofherren hervortraten, während gegenüber das tieferröthende Fräulein an der Seite der Kurfürſtin ſtand.Ich muß geſtehen, fuhr er fort, ſie näher betrachtend,die Herren habe gute Augen! Mir iſt dieſe ſchöne Blume in meiner nächſten Nähe noch gar nicht aufgefallen, eine Blume ſo ſchön, daß ich Ihren Geſchmack beneide nicht doch be⸗ neiden könnte, ſetzte er verbeſſernd hinzu, weil die Kurfürſtin ihm leiſe den Arm drückte.Ich könnte

den Geſchmack beneiden, ſage ich, wenn ich nicht be⸗ 16*