die Matroſen begrüßten den erſten Ton mit wildem, freudigem Hurrah und rannten in buntem Gewirr an ihre Poſten. Die Ankerwinde begann zu knarren, die Taue klapperten, die Stimme des Kapitäns tönte durch den Aufruhr.
Wortlos hing Riedl an Friedrich's Mund, ſchüttelte Primitiva die Hand und eilte dann hinunter in das Boot. Er ſtand am Ufer und winkte mit dem Tuche, als die Fair⸗Helen ihre gewaltigen Flanken zum Wellentanze zu wiegen begann; die Segel blähten ſich, maje⸗ ſtätiſch wendete ſich das ſtolze Schiff und flog mit der Behendigkeit und Sicherheit eines befreiten Vogels aus dem Hafen zwiſchen den Baſtionen hindurch in das freie offene Meer.
Am Maſtbaum ſtanden Primitiva und Friedrich; innig an einander gelehnt ſahen ſie auf das entſchwin⸗ dende Geſtade zurück und wehten mit den Tüchern hin⸗ wieder zum Abſchiedsgruß.
„Da ſinkt hinunter, was unſere Welt geweſen iſt!“ rief Friedrich, indem er ſeine Gattin an ſich drückte. „Wir ſchweben von ihr hinweg, als wären wir ſelige Geiſter, einem ſchweren und ſchmerzenreichen Körper entronnen, einer neuen Heimat entgegenziehend, einer Heimat ewigen Glücks! Lebe denn wohl mit Allem, was uns theuer war, mit Leid und Luſt, mit Sorge


