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Herr!“ entgegnete Führer.„Als ich Ihnen ſagte, daß ich den Aufenthalt dieſer Dame nicht kenne, hab' ich Ihnen die Wahrheit geſagt. Kurze Zeit nach Ihrer Entfernung kam ſie hierher auf das Schiff.“
„Ich habe weder Zeit noch Intereſſe, das zu unter⸗ ſuchen“, ſagte Schroffenſtein, indem er ſich verächtlich ab⸗ und dem Beamten zuwendete.„Das iſt die Dame, von der ich Ihnen geſagt habe. Sie haben das Erſuch⸗ ſchreiben der herzoglichen Gerichte, dieſe wahnſinnige Abenteurerin feſtzunehmen und mir als ihrem nächſten Verwandten zu übergeben. Ich erſuche Sie, den Befehl zu vollziehen.“ 5
„In der That“, ſagte der Beamte, etwas befangen durch die Ruhe und Würde, mit welcher Primitiva den ganzen Vorgang betrachtete,„wenn ich die Ehre habe, mit Fräulein Primitiva von Falkenhoff oder der ver⸗ wittweten Frau Gräfin von Schroffenſtein zu ſprechen, ſo muß ich Sie auffordern, dieſem Herrn zu folgen.“
„Das wird ſie nicht“, rief Friedrich entgegen.„Er⸗ lauben Sie, daß ich für die Dame antworte! Sie iſt nicht, die Sie genannt haben, ſie trägt jetzt den Namen Primitiva Führer, ſie iſt meine Frau; vor wenig Augen⸗ blicken wurden wir in aller Form getraut.“
Der Beamte ſtand betroffen, Schroffenſtein aber
rief erglühend und außer ſich:„Vermählt? Das kann, 16*
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