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Herr bei uns iſt in dieſem Augenblick, und ſo bleibe er auch bei uns allen und bleibe bei dieſem Paare mit ſeinem ſchönſten Segen bis zur Erfüllung ihrer Tage! Amen!“
Alle ſtanden ergriffen und ſchweigend.
„Hochwürdiger Herr“, ſagte Riedl nach einer Pauſe, indem er die Hand des Predigers ſchüttelte,„ſchade, daß wir ſchon auseinander müſſen! Sie haben mir ſo recht nach dem Sinne geredet. Und Sie, ſchöne Frau“, rief er Primitiva zu, welche Hand in Hand mit dem Gatten an den Bord getreten war und mit verſchwim⸗ menden Augen in die Meerferne hinausſtarrte,„laſſen Sie ſich's nicht gereuen, bei Ihrer Trauung keinen Kranz getragen zu haben! Dieſe Stunde hat doch ein unſichtbares Kränzlein auf Ihre Locken gedrückt und ein unverwelkliches! Seid denn glücklich!“ fuhr er mit gerührtem Tone fort.„Seid ſo glücklich, meine Freunde, als Ihr es verdient, und ſeid ſo lange glücklich, als Ihr nicht ganz meiner vergeßt! Das iſt mein Amen.“
Zur gleichen Zeit ſaß Herzog Felix in ſeinem Wohnzimmer am Schreibtiſch, welcher, mit Schriften und Rollen überdeckt, im wilden Durcheinander das getreue Bild einer Gemüthsſtimmung gab, die, von


