Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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Was geht hier vor? rief Felix vortretend.Was wollen Sie? Ich bin der Herzog. 1 Augenblicklich ſtürzte die Frau mit einem lauten Schrei zu ſeinen Füßen, die ſie umklammerte, ohne daß er ſich deſſen erwehren konnte.Herr und Heiland! rief ſie.Gnädige Durchlaucht, Sie ſind es? Sie ſind ja der Herr, der uns das Geld gegeben, das uns ſo ins Unglück gebracht hat! Gott ſei ewig Lob und Dank, daß ich Sie gefunden habe! Nun werden Sie es ſagen, daß wir das Geld von Ihnen haben; Sie werden es ſagen, daß der Rempelmann kein Dieb iſt und werden 8 ihm ſeinen ehrlichen Namen wiedergeben! 4Ich verſtehe Sie nicht völlig, gute Frau, ſagte der Fürſt.Faſſen Sie ſich und erzählen Sie ruhig! Ich erinnere mich wohl an meine Gabe.

Halb vor Freude lachend, halb unter Thränen in verwirrten Worten und abgebrochenen Sätzen erzählte die Meiſterin, was geſchehen war. Es genügte, den Zuſammenhang klar werden zu laſſen.

Ich bedaure, ſagte der Herzog,daß meine wohl⸗ gemeinte Gabe ſolches Unheil geſtiftet hat. Aber iſt es denn möglich, daß ein ſolches Urtheil gefällt wurde?

Graf Schroffenſtein der Vater, eine Urkunde mit mächtigen Siegeln in der Hand, war inzwiſchen ein⸗