Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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Sie verwirren, Sie blenden mich, rief der Herzog, aber Sie überzeugen mich nicht. Ich kann Ihre Gründe nicht widerlegen, doch iſt es mir unmöglich, darnach zu handeln. Es widerſtrebt mir, etwas zurückzunehmen, was ich gegeben, ein Gebäude einzureißen, zu dem ich ſelbſt den Grundſtein gelegt habe.

Gut denn auch davon kann ich Dich befreien! rief die Herzogin dringender.Du weißt, wie lange am Nachbarhofe Dein Beſuch gewünſcht und erwartet wurde Du haſt ihn immer zu verzögern gewußt. Jetzt iſt ein günſtiger Augenblick dazu gegeben. Reiſe hin, ſchließe ſelbſt die neuen Verträge, knüpfe die neuen, ſegensreichen Verbindungen an! Mir aber gib Voll⸗ macht, hier zu handeln! Ich will Dich der Gehäſſigkeit überheben, mit Dir ſelbſt in Widerſtreit zu kommen; ich will den Boden ebnen, bis Du wieder zurückkommſt, und dann wird es immer noch bei Dir ſtehen, ein ſchöneres Gebäude aufzuführen, als das erſte war.

Der Herzog ſtand unſchlüſſig. Da erſcholl von außen durch die Nacht wildes Getöſe, verworrenes Geſchrei, Klirren von eingeworfenen Fenſtern, das Praſſeln von ſchwer niederfallenden Steinen.

Hörſt Du? rief die Herzogin.Wie lange wirſt Du noch zögern? Warte nicht, bis der Pöbel eindringt und mit den Waffen in der Fauſt Dir Geſetze vor⸗