Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

174

Dir, daß nicht Alles ein von ihm und ſeiner Horde abgekartetes, lange vorher bedachtes Spiel war, nichts als eine Schlinge, Dich durch jenes Weib noch mehr an ihn zu feſſeln, Dich vollends von ihm abhängig zu machen? Wer bürgt Dir dafür, daß ſeine Entlaſſung ernſt gemeint iſt, daß er nicht blos beabſichtigt, Dich fühlen zu laſſen, wie unentbehrlich er Dir ſchon ge⸗ worden iſt?

Nein, Mama, ſagte der Herzog, ſich ruhig er⸗ hebend,das denkt, Führer nicht. Mit einem ſolchen Argwohn thun Sie ihm bitteres Unrecht an. Zu meiner Beſchämung muß ich es geſtehen: ich habe kein Arg an ihm gefunden; er iſt wirklich ein edler Menſch

Oder weiß ſich geſchickt den Schein eines ſolchen zu geben, rief die Herzogin.Ich kenne ihn auch; Du haſt ſelbſt veranlaßt, daß ich ihn kennen lernte. Mit meinen erloſchenen Augen habe ich ſeine Seele geſchaut. Es iſt ein guter Kern in ihm, ja er iſt ein Mann von ganz ungewöhnlichen und außerordentlichen Fähigkeiten, aber er hat ſie entadelt durch den Miß⸗ brauch für ſchlechte Zwecke, der gute Kern in ihm iſt verdorben er iſt ein vergiftetes Samenkorn. Was aus ihm aufſprießt, kann nur ein neues Giftgewächs ſein.

Es kann nicht ſein, ſagte der Herzog, hin und