Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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mand zum Herzog. Seit ſeiner Rückkehr hält er ſich ſtreng eingeſchloſſen und läßt Niemand vor ſich. Ihre Bemühung würde alſo vergeblich ſein. Und dann, fuhr er nach kurzem Innehalten mit geſteigertem Nach⸗ druck fort,wiſſen Sie denn ſo gewiß, daß der Herzog Ihren Sohn eines Unrechts beſchuldigt und daß Friedrich deswegen abgereiſt iſt und ſich verborgen hält? Kön⸗ nen Sie ſich nicht einen Fall denken, daß die Schuld auf der andern Seite zu ſuchen wäre? Wäre es nicht auch möglich, daß, wenn Sie Gerechtigkeit ſuchen, Sie den Herzog bei dem Herzog verklagen müßten?

Die Räthin ließ das Umſchlagetuch, das ſie ergriffen hatte, fallen und ſah ihn mit großen Augen an.Was wollen Sie damit ſagen? Das verſtehe ich nicht.

So erfahren Sie denn, begann Riedl,was ich jetzt, da Sie genugſam vorbereitet ſind, Ihnen mitzu⸗ theilen nicht weiter anſtehe.

Mein Gott, was ſoll ich noch hören? rief die Frau, indem ſie, wie ahnend, daß ſie einer Stütze be⸗ dürfen würde, in den Lehnſtuhl vor Führer's Schreib⸗ pult niederglitt.

Riedl ſchritt durch das Zimmer und blieb dann vor der Erwartenden ſtehen.Ich muß mit einer Frage beginnen, ſagte er,die Ihnen vielleicht ſonder⸗ bar dünken mag. Sie kennen ohne Zweifel aus den Mit⸗