Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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andern Todten, der des Zeugs genug hatte, einen Strauß, um ihn dem Lieutenant wieder in die Hand zu geben. Da merkten wir erſt, daß auch das Crucifix fehlte. Wir haben Alles abgeſucht darnach, wie um eine Steck⸗ nadel; aber es war fort und nirgends zu finden und auch ſonſt keine Spur, als daß das Fenſter über dem Hollunderbaume eingeſchlagen war.“

Wider Willen hatte der Webermeiſter zugehört. Jetzt vermochte er nicht länger an ſich zu halten. Ein ſtarker Seufzer drängte ſich aus ſeiner kummerbelaſteten Bruſt, während Richard mit ungeduldigem Reißen ſeine Hand loszumachen ſuchte und rief:„Was thun wir noch da? Warum gehen wir nicht auch wie die an⸗ dern Leute?“

Darüber wurde der Aufſeher die Beiden gewahr, unterbrach ſich und wendete ſich gegen Will mit der Frage, ob er etwas ſuche. 8

„Nein“, erwiderte dieſer,„es iſt mir nur ein bis⸗ chen übel geworden. Ich kann den ſtarken Weihrauch⸗ geruch nicht vertragen.“

„Dann ſollten Sie auch nicht auf den Kirchhof gehen, guter Freund!“ ſagte der Aufſeher.„Sie ſehen wirklich miſerabel aus. Soll ich Ihnen was holen zum An⸗ ſtreichen? Hab' allerlei ſolches Zeug im Vorrath.“ „Nein, nein“, ſagte der Weber, faſt ängſtlich ab⸗