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„Jetzt wird es aber Ernſt“, ſagte der Metzger;„jetzt ſieht man dort Bajonette und Helme und Säbel blitzen, jetzt kommen ſie.“
„Richtig“, ſagte der Schloſſer,„und wenn ich nicht irre, kommt etwas Großes hinterher, ein ſchwarzes Gerüſt; das wird wohl der Wagen mit dem Sarge ſein.“
„Waſch' Dir den Ruß aus Deinen Augen, Schloſſer“, rief der Metzger,„damit Du nicht einen Herrſchafts⸗ wagen für den Gerüſtwagen anſiehſt! Es kommt ja nicht mehr als ein Detachement von allen Regimentern, um dem Lieutenant Bergdorf die letzte Ehre anzuthun. Er ſelber liegt ja ſchon lange im Leichenhauſe draußen wie alle andern Todten.“
„Die letzte Ehre!“ begann der Schloſſer wieder, während der Zug der Soldaten näher kam.„Weiß auch nicht, warum ſie mit dem Lieutenant ſo viel Auf⸗ hebens machen! Es heißt ja, daß die ganze Generalität und alle Miniſter und Beamten mitgehen. Er iſt doch auch nur ein Menſch wie ein anderer.“
„Das iſt freilich wahr“, ſagte Gerbel, ſich ebenfalls erhebend, um über die Nächſtſtehenden hinwegſehen zu können,„aber ein merkwürdiger Menſch iſt er immerhin, wenn er's auch erſt durch ſeinen Tod geworden iſt. Er war es ja, der an dem traurigen Tage zuerſt den
Befehl gegeben hat, auf das Volk zu feuern. Dafür Schmid, Mütze und Krone. IV. 2


