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„Je nun, ſie iſt eben doch hingegangen“, erwiderte die Räthin.„Die Generalin hat nochmals geſchickt, hat eigens geſchrieben, hat ihr ſagen laſſen, man könnte ſie nicht entbehren, das Duett oder wie das Ding ſonſt heißt, könnte gar nicht aufgeführt werden, wenn ſie nicht da wäre, es käme vielleicht auch Seine Durchlaucht zum Zuhören.“
„Alſo dennoch“, rief Friedrich;„ein ſo feierliches Verſprechen und dennoch—“
„Faſſe Dich, mein Sohn“, rief die beſorgte Frau, indem ſie ihn am Arme faßte,„und komm' doch herein! Du biſt ganz erhitzt; ſo habe ich Dich noch nie ge⸗ ſehen!“
„O, ich habe auch noch nie gefühlt, was ich jetzt fühle!“ rief er.„Mutter, das war ein inhaltsſchwerer Tag! Ich habe mir eine furchtbare Feindin gemacht, habe das ſchönſte Glück von mir ſcheiden ſehen und habe es gelaſſen der Pflicht geopfert; aber das Schickſal ſcheint mein Opfer zu verſchmähen und will mir auch das entreißen, was ich gewählt!“
„Ach was Schickſal!“ eiferte die Räthin, indem ſie ihn mit ſich fortzog.„Komm' herein ins Sommer⸗ häuschen! Ich habe dort den Abendtiſch decken laſſen. Schickſal! Bei einem Chriſten gibt es kein Schickſal. Wir haben eine gütige Vorſehung, einen allwiſſenden


