Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Ein Geräuſch, das Overbergen machte, verrieth ihr ſeine Gegenwart. Er trat ihr mit der artigſten Ver⸗ beugung entgegen.

Ich fühle recht wohl, wie unrecht es iſt, in Ihre Einſamkeit einzudringen, mein Fräulein! ſagte er. Ich hätte es auch nicht gewagt, hätte ich nicht ſo eben einen Glücklichen verlaſſen, der mir eine Mit⸗ theilung gemacht hat, die mich in hohem Grade er⸗ freut. Es iſt nicht recht von Ihnen, mein Fräulein, daß Sie eine ſolche Nachricht ſo lange vor uns geheim ge⸗ halten haben, daß Sie den Schein ſogar ſo weit treiben wollen, mit der Frau Herzogin abzureiſen, während es doch, da Sie im Begriffe ſind, ſich zu vermählen, bei der Ihnen ſo gewogenen Fürſtin ſicher nur eines Wortes bedurft hätte, um Ihnen Urlaub zu vwerſchaffen..

Ich verſtehe Sie nicht, mein Herr! Wenn Sie von Herrn von Schroffenſtein ſprechen, ſo wird er Ihnen am beſten ſagen können, wie wenig Ihre Glück⸗ wünſche am Platze ſind.

Nicht doch, Sie ſcherzen. Eben er war es, der mich von ſeinem Glücke, von Ihrer ſo eben ertheilten Einwilligung in Kenntniß ſetzte.

Er? Nun, das iſt ein Irrthum, wenn nichts Schlimmeres, wenn nicht eine abſichtliche Täuſchung.