Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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laucht ſollen als geiſteskrank gefangen genommen und in Verwahrung gebracht werden.“

„Unmöglich, Führer! Sie träumen! Wer hätte ſich das unterſtanden!“

„Es iſt kein Traum, hier ſind die Beweiſe! Hier die Schrift, von allen Verſchworenen unterzeichnet, wo⸗ rin ſie die Herzogin um Uebernahme des Regiments bitten. Hier die Beweiſe über die dahin bezüglichen Bemühungen der Pietiſtenpartei im Lande, hier der Beleg für eine ſtaatsverrätheriſche Verbindung mit dem Auslande.“

Er breitete die Papiere vor dem Herzog aus. Die⸗ ſer ſtand wie vom Blitze getroffen und ſtarrte, bald roth, bald blaß, in die Documente.

„Unerhört! Schändlich!“ ſtammelte er dann.„Und auch die Herzogin! Meine eigene— Welchen Dienſt haben Sie mir geleiſtet, mein Freund! Aber ich will ſie treffen! Sie ſollen das Gewicht meines Zornes füh⸗ len! Doch das Alles ſind nur Copien! Wo ſind die Originale?“

„Auch die Originale beſitze ich“, entgegnete Fried⸗ rich,„doch nur, um ſie Eurer Durchlaucht zu zeigen und dadurch die Echtheit der Abſchriften zu beweiſen. Ich habe ſie auf mein Wort, nur unter der Bedingung erhalten, daß ſie um zwei Uhr wieder aus meinen Hän⸗