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Man ſchwieg; es wagte Niemand, das Wort der offenen Widerſetzlichkeit auszuſprechen, obwohl es mehr oder minder beſtimmt in den Gedanken aller lag.
„Laſſen Sie mich Ihnen zuerſt meine Meinung vor⸗ tragen“, begann Overbergen wieder.„Der Plan, zu dem Sie Ihre Zuſtimmung gegeben haben, ſtammt von Ihrer Durchlaucht der Frau Herzogin⸗Mutter. Sie hat die Gnade gehabt, mich in ihre Gedanken einzuweihen, mich mit der Ausführung zu beauftragen, und ſo ſind alle Eventualitäten bereits ſo weit beſprochen, daß ich mich wohl verbürgen darf, ich ſpreche die Anſicht Ihrer Durchlaucht aus. Ihre Durchlaucht iſt von der hohen Wichtigkeit der Sache ſo ſehr durchdrungen, daß ſie es für
gerechtfertigt hält, ſogar zu einem Aeußerſten zu ſchreiten!“
„Dieſes wäre?“ fragten mehrere.
„Weigert ſich der Herzog“, fuhr Overbergen fort, „den Miniſter zu entlaſſen und die Reformen zurück⸗ zunehmen, ſo iſt die Herzogin geſonnen, die Zügel des Regiments zu ergreifen. Sie wird erklären, daß es der Geſundheitszuſtand ihres Enkels nöthig mache, daß er ſich eine Zeit lang von den Regierungsgeſchäften zurückziehe. Der Herzog ſelbſt ſoll auf eine unver⸗ fängliche Art in Verwahr genommen und bis zur er⸗ folgten Verſtändigung unter dem Vorwande der nö⸗ thigen Erholung zurückgehalten werden. Sofort wird


