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zu der beabſichtigten geheimen Unterredung ſei, war bereit. Man trat durch eine ſchmale Thür in einen kurzen Gang und aus dieſem in die ſogenannte Gewehr⸗ kammer. Die Dienerſchaft, mit Abräumen der Tafel beſchäftigt, mußte zurückbleiben.
Während dieſer Vorgänge hatte Primitiva in der Wohnung des Caſtellans ein kleines Abendmahl ein⸗ genommen, auf deſſen Zubereitung ſich Gertraud nicht wenig zu gute that. Sie ließ denn auch nicht ab, im⸗ mer wieder zu bitten und zu nöthigen. Darüber und über den immer wiederkehrenden Erinnerungen verging der Abend und Primitiva ſehnte ſich nach Ruhe. Auf ihren Wunſch wurde ſie von Gertraud in das obere Stockwerk geleitet, wo dieſe ihr das Bett zurecht ge⸗ macht hatte.„Sie müſſen eben vorlieb nehmen“, ſagte ſie;„das Leinenzeug iſt freilich nicht ſo ſchön und fein, wie Sie es gewohnt ſind; rein iſt's aber und das Bett mit den weichſten Federn gefüllt. Sie können bei Hof keine weichern Kiſſen haben!“
Primitiva dankte für die freundliche Fürſorge und fragte nach der urſprünglichen Beſtimmung des Gemachs, deſſen Geſtalt ihr auffiel. Während nämlich die eine Wand, an welcher das Bettgeſtelle angebracht war, eine ziemliche Breite hatte, liefen die beiden Seitenwände ſchräg in eine ſtumpfe Spitze zuſammen, deren Raum


