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Friedrich, ohne dies zu beachten, überhob ſie der Ant⸗ wort.
„Ich geſtehe Ihnen gern zu, liebe Mutter“, rief er, „daß die rauſchenden Luſtbarkeiten, mit denen man ge⸗ wöhnlich dieſen Tag umgibt, an ſich bedeutungslos und keine beſonders würdige Einleitung des beginnenden Hausſtandes ſind. Dennoch aber leugne ich nicht, daß auch ich unſer Gebaren etwas zu alltäglich finde. Wäre es mir möglich geweſen, ſo hätte ich den Beginn unſerer Ehe gern mit dem träumeriſchen Reiz umge⸗ ben, der in einer Hochzeitsreiſe liegt, in meiner jetzi⸗ gen Gebundenheit muß ich mich nur glücklich ſchätzen, daß mein liebes Weibchen nicht nach ſolchen Dingen Verlangen trägt. Doch aufgeſchoben iſt nicht aufge⸗ hoben!“
„Ja, mein Sohn“, entgegnete die Räthin.„Halte das, wie Du willſt. Wenn es ſpäter geſchieht, habe ich nichts dawider, aber ſo unmittelbar nach der Einſegnung in die weite Welt hinausfahren, wie es jetzt Brauch ſein ſoll, das, das hätteſt Du mit mei⸗ nem Willen gewiß nicht gethan. Das iſt ſo eine lei⸗ dige Mode der neuen Zeit, der es im Hauſe überall zu eng wird. Dafür hat ſie es auch bald ſo weit ge⸗ bracht, daß Alles, was in der Familie geſchieht, außer dem Hauſe vorgeht und daß das Haus bald nichts mehr


