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Der Heiterſte von allen war Friedrich. Seine Stirn lag faltenlos und frei und ſein Auge ruhte, wenn es lächelnd den Saal durchflogen, auf Ulrike mit dem Ausdrucke der vollkommenſten Befriedigung.
Er durfte das auch.
Wohl hatte das unvermuthete Zuſammentreffen mit Primitiva ihn gewaltig erſchüttert. Eine Reihe von Bil⸗ dern war vor ihm aufgetaucht, die, obwohl lange in den Hintergrund ſeiner Erinnerungen gedrängt, nichts an Farbenpracht verloren, an Reizen eher gewonnen hatten. Das Ereigniß hatte ihn völlig unvorbereitet überraſcht und er hatte ſo einen Blick in eine Gegend ſeines Her⸗ zens geworfen, die ihm bis dahin ſelbſt völlig unbe⸗ kannt geweſen war. Bei ſeinem klaren und ruhigen Weſen hatte es aber nur weniger Stunden bedurft, um ſich aus der Traumwelt, die ihn umgeben, in die Wirk⸗ lichkeit und zu deren Pflichten zurückzuleiten. Es lag ihm wie ein Vorwurf auf der Seele, daß ein ſol⸗ ches Wiederfinden ihn ſo ganz aus ſich hinaus zu ent⸗ rücken, daß es ihn Ulrikens wo nicht zu vergeſſen, ſo doch ihrer mit Widerſtreben zu gedenken vermocht hatte. Sein innerer Kampf war kurz, und er hatte daher vollkommen recht geahnt, wenn er zu Ulrike, als ihr Primitiva's Bandſchleife in die Hand gekommen war, ſagte, er habe den Feind, der ihr beginnendes Glück


