Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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Hier wurde der Wirth abgerufen.

Ei, ſo lüg' du ſcheinheiliger Schuft, brummte ihm Huber ärgerlich nach.Aber ich werde ja bald wiſſen, was du für ein Schelmenſtück ausheckſt.

Eine Weile flüſterten die Beiden noch zuſammen, dann verließen ſie die Stube.

In der Küche des rothen Sterns hatte ſich in⸗ zwiſchen eine ganz verſchiedene Gruppe gebildet. War es draußen lärmend und hell, ſo herrſchte hier die voll⸗ ſtändigſte Dämmerung und lautloſeſte Stille. Der Raum lag ſo einſam und abgeſondert im Hintergebäude, daß der Lärm der Zechſtube nur manchmal, wenn ſich eine Thür öffnete, gedämpft und fern herüberdrang. Das Feuer auf dem breiten, rothgepflaſterten Herde war bis zu einer ſchwachen Glut erloſchen, deren Widerſchein nur gerade hinreichte, die völlig ſchwarzgeräucherten Wände, ſowie den mächtigen Rauchfang erkennen zu laſſen, der ſich darüber hinſtreckte. In der dunkelſten Ecke des Herdes ſaß Marie, die Tochter des Wirths; ſie ſchien zu ſchlafen, und die erdig fahlen, ſchlaffen Züge ihres Geſichts hatten in der ſchwachen röthlichen Beleuchtung ein vollkommen leichenhaftes Ausſehen.

In der entgegengeſetzten dunkelſten Ecke des Ge⸗ nachs ſtanden drei Männer in leiſem, eifrigem Geſpräch beiſammen. Zwei ihnen von ihnen waren abgeriſſene,