„Die Küchenthür!“ murrte Huber.„Es iſt ſonſt keine da, ich kenne das ganze Haus, als wenn ich's gebaut hätte!“ 4
„Sag' mir nur aber, was das bedeutet?“ fragte Hahn neugierig.„Kennſt Du denn den Menſchen?“
„Nein“, entgegnete Huber,„und doch kommt er mir bekannt vor. Ich hab' Dir erzählt, wie neulich ein Menſch, der wie ein abgedankter Offizier ausſah, an mich herankam und mich ausholen wollte, ob ich ihm wohl ein paar Schlüſſel nachmachen wollte. Mir kam's verdächtig vor, denn er bot mir eine Bezahlung, wie man ſie für was Ehrliches nicht bietet. Er mochte auch merken, daß er bei mir an den Unxechten gekommen war, drum brach er auf einmal ab und war verſchwun⸗ den, eh' ich mich recht beſann. Dem Offizier ſieht der Burſche aufs Haar ähnlich und ich möchte wetten—“
„Was kann er aber hier wollen?“ meinte Hahn. „Wenns einer iſt, der mit falſchen Schlüſſeln han⸗ tiert, iſt er am unrechten Ort, im rothen Stern wird nicht viel zu haben ſein.“
„Das verſtehſt Du nicht“, antwortete Huber.„Aber ich muß wiſſen, was da im Hauſe geſchieht. Ich hab's gleich geſehen, der Schuft von Wirth iſt mit einver⸗ ſtanden. Da kommt er gerade. Laß Dir nichts mer⸗ ken und frag' ihn, wer der Menſch ſei.“


