Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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ergriff ihre Hand.Faſſe Dich, ſagte er mit dem herzlichſten Tone, der ihm zu Gebote ſtand.Beruhige Dich, meine Liebe, Deine Beſorgniß iſt unbegründet. Du ſollſt Dich in Bälde davon überzeugen, bis dahin gib keinem erniedrigenden Argwohn gegen mich Raum und vertraue mir!

Er ging. Ulrike blieb ſinnend und bewegt im Sopha zurück. Verfehlte auch das unverkennbare Ge⸗ präge der Wahrheit, das auf Friedrich's Worten haftete, ſeine beruhigende Wirkung nicht völlig, ſo reichten ſie doch nicht von fern zu, den einmal erwachten Arg⸗ wohn zu beſeitigen. Zum zweiten Male fühlte ſie ſich von der quälenden unbeſtimmten Angſt ergriffen, welche ſie ſchon beim Eintritt in das Haus befallen hatte. Es iſt nicht Alles, wie es ſein ſollte! ſeufzte ſie dann. Friedrich iſt nicht zurückgekommen, wie er ging. Wenn er mich getäuſcht hätte, wenn er Ich muß wiſſen, woran ich bin, rief ſie dann, die Schleife aufraffend, und trat dem gemeldeten Beſuche, welchem Beppo eben die Thür öffnete, entſchloſſen entgegen.

Beim Anblick deſſelben blieb ſie jedoch wie feſtge⸗ bannt ſtehen.

Auch der Eingetretene vermochte ſeine Ueberraſchung nicht zu verbergen. Einen Moment ſtanden ſich beide ſo in peinlicher Verlegenheit gegenüber.