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Rechte und ein Bräutigam wohl dazu kommen mag, derlei bei ſich zu tragen und auf ſeinem Herzen zu verwahren?“
Sie ſprach dieſe Worte in einem Tone, der wie Scherz klingen ſollte, allein die wechſelnde Farbe ihres Angeſichts verrieth, wie ſehr ſie ergriffen war.
Friedrich war nicht minder betroffen. Eine gerade, ehrliche Natur, vermochte er nicht, eine Unwahrheit zu ſagen, und fühlte doch ebenſo gut, daß er jetzt die Wahr⸗ heit nicht ſagen konnte, welche er tags darauf Ulrike mitzutheilen nicht angeſtanden hätte. So kam es, daß er einige Sekunden, während deren Ulrikens geſpanntes Auge brennend auf ihm haftete, völlig ſchwieg und zu⸗ letzt nur eine halb zugeſtehende, halb verneinende Ant⸗ wort vorbrachte.„Ich weiß in der That nicht recht“, ſagte er,„wie ich zu der Schleife komme— ich habe ſie gefunden.“
„In der That? Und doch ſo ſorgfältig verwahrt?“ hauchte Ulrike mit unſicherer Stimme.„Damit wird wohl auch die plötzliche Reiſe zuſammenhängen. In⸗ deß, wie dem auch ſei, ich verzichte auf die Erzählung des heutigen Erlebniſſes, das einen ſo wichtigen Ab⸗ ſchnitt Deines Lebens bildet. Ich muß befürchten, daß es für Deine Braut wohl geeignet ſein dürfte—“ Mit ausbrechenden Thränen eilte ſie von ihm hin⸗


