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Adel, er beugt ſich.— Stütze Dich aufs Volk, mein Sohn! Das iſt verläſſiger Boden, feſt wie der, auf dem es ſelber ſteht und ſchafft! Mache Frieden, wenn Du es mit Ehren kannſt! Handle, wie Du ſelber un⸗ längſt geſprochen, und Du wirſt glücklich ſein und glücklich machen! Seckendorf!“ fuhr er gegen dieſen gewendet fort.„Er hat den Abſchied verlangt; ich kann Ihm denſelben jetzt nicht gewähren. Ich em⸗ pfehle dieſen hier Seinem Schutze. Ich weiß, was Ihn bewegt, zu gehen; aber gerade an dieſem kann Er bewähren, daß man Ihm Unrecht gethan.“
Die Kaiſerin ſtürzte in das Gemach und ſank laut aufſchluchzend zu den Füßen ihres Gatten nieder.
Am andern Morgen hielt ein Reiſewagen am Münchner Burgfrieden auf der Landſtraße vor dem Neuhauſerthor. Pilgram und Kordel waren bis dahin gegangen; der Kanzler und Grünwald hatten ſie be⸗ gleitet.
„Jetzt iſt's genug“, ſagte Unertl.„Laßt uns, was doch geſchehen muß, nicht ſelber verzögern und dadurch noch ſchwerer machen! Laßt uns Abſchied nehmen!“
Er drückte Kordel an die Bruſt, während Pilgram in Grünwald's Arme ſank, der ihn mit Küſſen über⸗
deckte.„Lebe wohl, Du wackeres Herz!“ ſagte Grün⸗
Schmid, Concordia V. 412


