Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

165

ſind. Die Anweſenheit des Feldmarſchalls Seckendorf gibt günſtige Gelegenheit, Alles in Ordnung zu bringen: er hat ja immer ſeinen Feldprediger bei ſich, den werde ich einladen, das Paar in meiner Wohnung zuſammenzugeben. Ich und Sie, Doctor, ſind die Zeugen, und dann müſſen die Leutchen ſo bald als möglich, wenn es ſein kann, am nächſten Tage über der Grenze ſein.

Der erfreute Doctor hatte Alles vollkommen ge⸗ billigt; aber er meinte, weil doch keine proteſtantiſche Kirche vorhanden ſei und die Trauung in einem Privat⸗ hauſe vorgenommen werden ſollte, ſo müßte ſich das von ihm bewohnte väterliche Haus des Bräutigams dazu am beſten eignen. Pilgram ſowohl als Unertl fanden den Gedanken ſchön und entſprechend, und Grünwald ließ nicht nach mit Vorſtellungen und Bit⸗ ten, bis ihm auch die Zuſage ward, nach der Copula⸗ tion in ſeinem Garten einen Imbiß einzunehmen, wie er in ſo kurzer Zeit in einem ſo ausgefreſſenen Orte wie München herzuſtellen ſei.Sie ſollen dennoch zu⸗ frieden ſein, rief er, als er endlich die Zuſtimmung erhalten hatte;der Bräutigam und der ſozuſagen Brautvater ſollen nicht klagen. Das Pilgramhaus hat Keller, von denen man keine Ahnung hat und die ſelbſt die Panduren nicht aufgefunden haben. Wenn