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dung. Ach, daß das Leben, wenn man auf die durch⸗ laufene Bahn zurückſieht, ſo ganz anders ſich anſieht, als wenn man ſie beginnt! Und für dieſe Seine Freunde, Seine Genoſſen—“
„Majeſtät!“ unterbrach ihn Unertl ehrerbietig, „es iſt mancher darunter, deſſen Freund zu ſein ich mich rühme, aber ich bin kein Mitglied der Concordia.“
„Und für dieſe, Ihm alſo fremden oder doch gleichgültigen Männer will Er die von mir ver⸗ ſprochene Gnade benutzen, nicht für ſich?“ rief der Kai⸗ ſer warm, indem er dem Kanzler die Hand reichte. „Er iſt nicht blos ein ausbündiger Juriſt, Unertl, und ein erfahrener Staatsmann, er iſt noch mehr, er iſt der bravſte Mann, den ich kenne! Aber damit laſſe ich mir meine verſprochene Gnade nicht abkaufen, denn hier iſt nicht von Gnade, ſondern nur von Gerechtig⸗ keit die Rede. Ich werde befehlen und ſorgen, daß man die Männer, die er vertritt, in Ruhe läßt, daß die Concordia gedeihen kann, und wenn es der Him⸗ mel mir geſtattet, will ich mein Jugendvorhaben wie⸗ der aufnehmen und an die Gründung der Akademie denken! Er aber bleibt an meiner Seite— widerſprech' Er mir nicht! Ich will es, Er bleibt bei mir, Unertl, als mein beſter Rathgeber und als mein Freund.“
Indeſſen war vor den Gemächern der Kurfürſtin


