Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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Oberkammerdiener! ſchaltete Duſchl ärgerlich ein.

Alſo Herr Oberkammerdiener, wenn's durchaus ſo ſein muß, fuhr Einſiedler fort,das thut Alles nichts! Deswegen wird der Herr Oberkammerdiener uns doch bei Seiner Majeſtät anmelden, wird ihm ſagen, daß drei von ſeinen Landskindern, drei Bürger aus Baiern da ſind, die mit ihm reden wollen und reden müſſen. Wenn ihm der Herr Oberkammerdiener ſagt, daß es Baiern ſind, die mit ihrem Kurfürſten reden wollen, da wird er uns gewiß anhören, wir gehören auch zur Familie!

Ich wage das um ſo weniger, ſagte Duſchl kühl, als ich nicht weiß, was die Herren von der Majeſtät wollen. Ich kann mir es zwar denken, ſie werden ihn mit Klagen über die Kriegsnoth in Baiern, mit Bitten und Beſchwerden beſtürmen wollen

Was wir wollen, das werden wir demjenigen ſchon ſagen, den es angeht, rief Einſiedler derb,dazu brauchen wir kein Sprachrohr und keinen Zwiſchen⸗ träger, ob es nun ein Ober⸗, Unter⸗ oder Nebenkammer⸗ diener iſt! Und wenn uns der Herr nicht melden will, auch recht, dann wird Er ſehen, daß wir auch ohne Ihn unſer Ziel erreichen! Wenn es jetzt nicht gut ſein kann, was ja möglich iſt, dann fragen wir wieder an, daß wir aber zum Kurfürſten kommen, darauf kann