von Luft und Duft, daß man auf freier Waldwieſe zu ſein glaubte und es wohl begreiflich war, warum die Sängerin ihre Stimme ſo laut und vergnüglich erſchallen ließ.
Sie ſang:
„Die Impen trag'n ein
Und es bauen die Schwalb'n,
Auf den Bergen iſt's awer(trocken), Da fahrt man gen Alm!“
An Wort und Geſang ſchloß ſich eine jener eigen⸗ thümlich lieblichen Weiſen, vom Volk Jodler geheißen, in denen das freigewordene Gemüth in Tönen mit der eigenen Sehnſucht und Freude ſpielt.
die Kammerfrau Jungfer Stauberin eingetreten; das laute Singen hatte ſie herbeigeführt. Ueberraſcht und entſetzt von ſolcher Kühnheit, blieb ſie auf der Schwelle regungslos ſtehen und auch die Zunge fand nicht ſo⸗
gleich Worte, ihrer Entrüſtung Ausdruck zu geben. Die Magd gewahrte ſie nicht und ſang luſtig fort:
„Die Schwoagerin(Schwaigerin, Sennerin) jodelt,
Es klingeln die Kalb'n:
ei Herzl is krank, Hat ein' Schlag ſched(nur) ein halb'n!“
„Ja, was fällt Dir denn ein, Mirl“, rief die
Während des Geſanges war haſtigen Schrittes


