——
— 12—
Augen, und benetzten die bluͤhenden Wangen, als das Kleine die Schale mit beyden Haͤndchen feſthielt und be⸗
gierig trank. Auch der liebliche Knabe
kam herbey und trank auch. Darauf theilte ſie von dem Brode aus— und dann trank ſie erſt ſelbſt, und aß von dem Brode. Der fremde Mann aber ließ ſich beſonders den Kaͤs ſehr gut ſchmecken. Waͤhrend ſie aßen, kamen aus allen Huͤtten groß und klein her⸗ bei, ſtanden im Kreiſe umher, und be⸗ trachteten neugierig und wundernd die neuangekommenen Fremden.
Nachdem der alte Mann ſatt war, bath er flehendlich, die Leute moͤchten der Frau doch in irgend einer Huͤtte auf ei⸗ nige Zeit ein kleines Stuͤbchen einraͤu⸗ men; ſie werde ihnen nicht zur Laſt fal⸗ len, ſondern alles reichlich bezahlen. „Ach ja, ſagte die Frau mit ſanfter, lieb;


