Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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Herr von Wahlheim befahl nun

dem Foͤrſter, er ſolle dem Bruder der

Theodore ſagen, ſie werde erſt morgen nach Hauſe kommen und dann ihren Sohn mitbringen. Theodore erſuchte ihre Nach⸗ barinn, den Kranken indeſſen gut zu ver⸗ pflegen. Hierauf ließ Herr von Wahl⸗

heim ſeine Kutſche kommen, half ſeiner Mutter einſteigen, ſetzte ſich neben ſie und fuhr mit ihr zuruͤck auf ſein Schloß. Hier warteten neue Freuden auf die gu⸗ te Theodore. Es war ihr bange, in ihrer geringen Kleidung vor ihrer Schwie⸗

gertochter, der gnaͤdigen Frau, zu er⸗ ſcheinen. Allein Antonie war zu edel, auf ſo etwas zu ſehen. Sie ging mit offenen Armen auf ſie zu, begruͤßte ſie auf das freundlichſte, und ſchaͤtzte ſich

gluͤcklich, die Mutter ihres geliebten Ge⸗ mahls kennen zu lernen. Theodore wein⸗

te vor Freuden. Als ihr aber uͤberdieß

noch ihre zwei Enkel, Ferdinand und Marie, vorgeſtellt wurden, beide hold

und ſchoͤn, und fromm und gut wie die Engel, ſo verging ſie faſt vor Freude und Entzuͤcken.Unausſprechlich, ſag⸗ te ſie, war ehemals meine Traurigkeit;

aber meine Freude iſt jetzt doch noch