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ſcheulichen Heuchelei, ſprach der Rit⸗ ter, unter dem Scheine der Froͤmmig⸗ keit fromme Gemuͤther ſo zu betruͤgen! Dieſer Frevel allein verdiente ſchon den Tod.“ Sie wurden Beide kreuzweis gefeſſelt, und in den Thurm geworfen.
Wie ſie Beide unten im Thurme la⸗ gen, da ſagte der Juͤngere:„Mich wundert nur, wie der Ritter Alles ſo haarklein wiſſen kann. Er weiß ja ſo⸗ gar das, was wir erſt unterwegs mit⸗ einander verabredeten, daß wir ſeine Kleidung tragen, und uns kuͤnftig fuͤr Ritter ausgeben wollten. Sollte der Knabe, der uns begleitete, unſre Spra⸗ che dennoch verſtanden, und uns verra⸗ then haben?“
„Da muͤßte er oben bei den Fen⸗ ſtern des Schloſſes herein geflogen ſeyn, ſagte der Alte. Ich gab genau Acht, und ließ die Schloßpforte nicht aus dem Auge. Kein Menſch kam uͤber die Zug⸗


