Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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n. wichen nicht von dem Fenſter, und kein Schlaf kam in ihre Augen. Nitternacht war ſchon vorbei; ein uͤrchterlicher Sturmwind brauste durch den Wald; die Gegend von Falkenburg lag in tiefem Dunkel. Jetzt wurde es aber zu ihrem Entſetzen dorthin helle. Sie zitterten beide und betheten.„Ach Gott, rief Emma, jetzt ſchlaͤgt die Flamme empor— immer hoͤher und hoͤher! Ach ſieh, wie der Sturmwind 4 ſie ſeitwaͤrts beugt!“ Mutter und Toch⸗ „lter fielen beinahe in Ohnmacht. Allein — zu ihrer großen Freude— wurden „ ſie bald ihres Irrthums gewahr. Die „ vermeinte Flamme war die gebogene Spitze des Mondes im letzten Viertel, n der in der dunſtigen Luft mit feuerfar⸗ „ benem Glanze aufging und bald, einer „ Sichel aͤhnlich, uͤber den fernen Bergen „ ſchwebte. Sie blieben am Fenſter; ſie e bemerkten aber durchaus nichts von je⸗ Erzaͤhlungen f. Kinder. II. 3

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