Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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Emma ſprang ſogleich ihr Taͤubchen zu holen. Die Mutter eilte auf ihr Zimmer und ſchrieb die Nachricht auf ein kleines Blaͤttchen. Sie rollte das Blaͤttchen feſt zuſammen, und befeſtig⸗ te es an dem rothen Halsbaͤndchen, mit dem Emma die Taube geziert hat⸗ te. Emma, von ihrer Mutter, dem

alten Stallmeiſter und allen Knechten und Maͤgden begleitet, trug hierauf die

Taube ins Freie hinaus vor das Schloß,⸗ und ließ ſie fliegen. Die Taube flog

hoch empor in die blaue Luft— ſchweb⸗

te eine Zeit hin und her— und nahm dann ploͤtzlich mit eilenden Fluͤgeln ihren Flug Falkenburg zu. Alle Einwohner des Schloſſes Hohenburg waren hoch erfreut, und prieſen den gluͤcklichen Ein⸗ fall des Fraͤuleins. Alle ſendeten der

„ Taube tauſend gute Wöͤnſche und herz⸗ liche Gebethe nach. Kein Schiff mit