Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

von den ſchoͤnen Erzaͤhlungen der Pil⸗ ger, und that an ihre Mutter eine Menge Fragen uͤber das gelobte Land. Beide beſorgten den Tag hindurch ru⸗ hig ihre Geſchaͤfte. Gegen Abend, da die Sonne nicht mehr ſo heiß ſchien, und eine liebliche kuͤhle Luft wehte, gingen ſie von dem Schloßberge hinab in das Thal, um ihre Aecker zu beſe⸗ hen. Alle Feldfeuͤchte ſtanden herrlich. Einige Aecker prangten bereits mit gel⸗ ben Aehren und verſprachen eine reich⸗ liche Aernte; andere, mit Sypaͤtflachs bebaut, waren von der lieblichen Flachs⸗ bluͤthe unvergleichlich ſchoͤn blau. Mut⸗ ter und Tochter hatten, da ihnen die Guͤter gleichſam wieder neu geſchenkt waren, eine doppelte Freude daran, und dankten Gott noch einmal ſo herzlich fuͤr ſeinen reichen Segen.

Da kam Leonardo, der Knabe, der die Pilger begleitet hatte, mit Schweiß