Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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Herz ſchlaͤgt! Es blickt mich mit ſei⸗ nen unſchuldigen Aeuglein ſo flehentlich an, als wollte es ſagen: Thue mir nichts. Nein, liebes Thierchen, ich thue dir nichts zu Leid. Du ſollſt dich nicht umſonſt zu mir gefluͤchtet haben. Du ſollſt es gut bei mir haben.

Recht, liebes Kind, ſagte die Mutter freundlich. Du haſt meinen Sinn getroffen. Ich wollte dich nur pruͤfen. Bring das Taͤublein auf dein Zimmer und verſorge es mit Futter. Die Ungluͤcklichen, die ihre Zuflucht zu uns nehmen, duͤrfen wir nicht verſto⸗ ßen. Wir muͤſſen gegen alle Nothlei⸗ dende mitleidig, und auch gegen die Thiere barmherzig ſeyn.

Die Mutter ließ ein kleines, arti⸗ ges Taubenhaus mit rothem Dache und gruͤnen Gitterſtaͤben machen. Agnes ſtellte es in eine Ecke ihres Zimmers und wies es dem Taͤubchen zur Woh⸗