— 32— keit flehten— und der uns beynahe mit den Fuͤßen weggeſtoßen haͤtte, und uns die Thuͤre wies. Oder mey⸗ neſt du, Gott ſey nicht reich genug? Er iſt noch viel reicher als der Mayer⸗ bauer. Da ſieh nur einmal zum Fen⸗ ſter hinaus. Ihm gehoͤren der Mond
und alle Sterne. Der Vater ſagte
ja oft: Die ganze Welt iſt ſein. Was ſollen wir alſo weinen und uns quaͤlen? Komm, wir wollen einmal den lieben Gott bitten. Er hilft uns gewiß. Fange nur an— ich will dir bitten helfen. Es lauft gewiß beſ⸗ ſer ab, als bey dem reichen Manne.“
„Gutes Kind, du haſt Recht!“ ſagte die Mutter, und weinte mildere Thraͤnen, und Troſt miſchte ſich in ihre Wehmuth. Sie faltete ihre Haͤn⸗ de und erhob ihre naſſen Augen zum Himmel, und der Kleine faltete die kleinen Haͤndchen auch und blickte Him⸗


