— was kann ich, eine duͤrftige, rath⸗ loſe Wittwe, fuͤr euch thun!“ Jetzt fing Richard an, unter leiſen Vorbereitungen, mit der Freudennach⸗ richt von der Rettung ſeines Herrn herauszuruͤcken. Allein Frau von Erlau war gefaßter, als Richard dachte. Die große Freude, den guten Alten wieder zu ſehen, die noch groͤßere, ihre Toch⸗ ter wieder in ihre Arme zu ſchließen, war fuͤr die edle Frau die natuͤrlichſte, ſtufenweiſe Vorbereitung, nun auch die groͤßte Freude in ihr Herz aufnehmen zu koͤnnen— die Freude, ihren Gemahl, den ſie hingerichtet glaubte, wieder lebend zu erblicken. Mit klopfendem Herzen war der edle Mann ſchon lange
vor der Thuͤre geſtanden, wo er jedes
Wort vernehmen konnte. Als nun die Frau aus Richards
Geſpraͤche deutlich genug merkte, ihr
Gemahl lebe noch, als ſie mit dem


