zenfels in die Pfarrey gehoͤrte. Er ging ſogleich zu dem Herrn Pfarrer. Dieſer beſtaͤtigte alles, was der junge Tyroler, der mit Kanarienvoͤgeln handel⸗ te, erzaͤhlt hatte. Frau von Erlau und ihr Sohn lebten noch.„Nur, ſagte der Geiſtliche, lebt die gute Frau in der tiefſten Trauer. Sie haͤlt ihren theuren Gemahl fuͤr todt, und ſeit ſie dieſe ungluͤckliche Nachricht erhielt, kam wohl keine Freude mehr in ihr Herz. Kaum entrann ſie der toͤdtlichen Krank⸗ heit, in die der Schmerz ſie geſtuͤrzt hatte— und nur mit Muͤhe und lang⸗ ſam erholt ſie ſich.“
Herr von Erlau fragte, wo dieſe unwahre Nachricht herkomme. Der Herr Pfarrer brachte einen Pack Zeitun⸗ gen, ſuchte ein Blatt heraus, und leg⸗ te es ihm vor. Herr von Erlau las mit ſeinen eigenen Augen in dem ge⸗ druckten Blatte, er ſey an dem und


