— 49— noͤthigſte Hausgeraͤthe, und beſorgte, da er in allen haͤuslichen Geſchaͤften ſehr geſchickt war, die kleine Haus⸗ wirthſchaft. Lina half ihm treulich bey, und verrichtete von Morgen bis Abend mit tauſend Freuden alle jene Arbeiten, die nicht uͤber ihre Kraͤfte waren. Herr von Erlau mußte anfangs beynahe immer das Bette huͤthen. Es brauchte lange, bis er wieder den groͤß⸗ ten Theil des Tages auf ſeyn konnte. Lina that alles, ihn gut zu verpflegen, ihn zu erheitern, und ihm die Zeit zu verkuͤrzen. Sie wußte ihm alle Tage eine andere Freude zu machen— in⸗ dem ſie ihn bald mit einer neuen Speiſe, die ſie das erſte Mal ſelbſt gekocht hatte, bald mit einem neuen Liede, bald mit einer angenehmen Nachricht uͤberraſchte. Der Vater gab ihr ſeine Liebe und Zufriedenheit auf alle erdenkliche Weiſe zu erkennen.
Erzählungen f. Kinder. I. 3


